Welche Angaben gehören in den Kaufvertrag fürs Motorrad?

Das Motorrad wurde im Top-Zustand übernommen! Solche Angaben im Kaufvertrag sind nicht nur undurchsichtig, sondern komplett wertlos. Beim Motorradkauf sollte es schon etwas ausführlicher zugehen, denn Probleme mit dem Motorrad treten oft erst nach dem Erwerb auf und was nicht im Kaufvertrag festgehalten wurde, kann auch nicht eingefordert werden. Auf gewisse Detail-Angaben sollten Käufer hier also unbedingt achten.

Ganz wichtig sind die Angaben des Verkäufers zur Laufleistung des Motorrads und zu Unfallschäden. Die mündliche Beteuerung, dass das Motorrad absolut unversehrt ist und der Kilometerstand stimmt, nützt nichts. Die Ausführungen sollten aus Beweisgründen schriftlich im Kaufvertrag festgehalten werden. Hierbei spielt es keine Rolle, ob der Verkäufer ein Privatmann oder ein professioneller Händler ist.

Wer nichts zu verbergen hat, wird die Aussagen zum Zustand des Motorrads bereitwillig in den Kaufvertrag aufnehmen. Parallel dazu sollte der Käufer immer auch einen Blick auf Lenker, Kupplungsdeckel und die Verkleidung werfen. Deutliche Kratzer am Motorrad sind meist durch Stürze oder Unfälle entstanden. Wer Verkäufer konkret darauf anspricht, kann Schummeleien größtenteils verhindern.

Vor der Unterschrift unter den Kaufvertrag sollte der Käufer prüfen, ob Fahrgestellnummer und Reifensorte mit den Daten auf dem Motorrad Fahrzeugbrief (Zulassungsbescheinigung Teil II) und Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) übereinstimmen. Rechnungen und Belege über erledigte Reparaturen und Wartungstermine sind ebenfalls wichtig und zudem ein Indiz dafür, dass das Motorrad gepflegt wurde. Technische Veränderungen müssen im Kaufvertrag erwähnt werden und die amtlichen Bestätigungen für die Veränderungen (Prüfbescheinigungen und Eintragungen in die Fahrzeugpapiere) dürfen nicht fehlen.

Auch die Verkäufer haben die Möglichkeit, sich im Kaufvertrag abzusichern. Der Versicherungsvertrag fürs Motorrad läuft nicht automatisch aus, wenn das Fahrzeug verkauft ist. Lässt sich der neue Besitzer mit dem Ummelden Zeit und hat währenddessen einen Unfall, kann das zu Problemen führen. Im Kaufvertrag sollte deshalb ein Termin festgelegt werden, bis zu dem das Motorrad spätestens umgemeldet sein muss. Um ganz sicher zu gehen, sollte neben dem Datum auch die Uhrzeit der Übergabe im Vertrag festgehalten werden. Noch ein Tipp: Melden Sie das Motorrad vor dem Verkauf ab (Stilllegung). Das kann Ihnen und Ihrer Versicherung viel Ärger ersparen.