Wohnungswechsel oder Verkauf - Auto ummelden!

Wenn ein Umzug ansteht, gehören die Modalitäten rund ums Auto unbedingt mit auf die To-Do-Liste. Mit dem Ummelden des Kfz sollte sich der Fahrzeughalter nicht allzu viel Zeit lassen. Immerhin droht bei verspäteter Auto-Ummeldung ein Bußgeld. Andererseits bieten sich auch Chancen. Änderungen an der Zulassung gestatten es beispielsweise, das Kennzeichen mitzunehmen oder ein Wunschkennzeichen zu beantragen.

Welche einzelnen Punkte bei der Fahrzeug-Ummeldung zu berücksichtigen und welche Unterlagen auf der Zulassungsstelle vorzulegen sind, haben wir nachfolgend für Sie erläutert.

Auto ummelden beim Wohnsitzwechsel innerhalb derselben Stadt

Befindet sich der neue Wohnsitz weiterhin in derselben Stadt, genügt es für die Kfz Ummeldung, wenn der Fahrzeughalter bei der Zulassungsstelle seine neue Adresse im Fahrzeugschein sowie Personalausweis eintragen lässt. Zudem sollte er der Autoversicherung seine aktuelle Anschrift schriftlich mitteilen.

Auto-Ummeldung beim Umzug in eine andere Stadt

Führt der Umzug in eine Stadt in einem anderen Zulassungsbezirk, wird eine neue Versicherungs-Bestätigungs-Nummer benötigt, sonst kann der Kraftfahrer sein Auto nicht ummelden. Sie sollten die Versicherung gleich über die Ummeldung informieren, damit diese den Vertrag gegebenenfalls anpassen und die neue Versicherungs-Bestätigungs-Nummer aushändigen kann.

Der Versicherungsbeitrag ändert sich, sofern der neue Wohnort einer anderen Regionalklasse zugeordnet ist. In vielen Fällen warten bei einem Umzug sogar preisliche Vorteile auf diejenigen, die ihr Auto ummelden. Ein Wohnungswechsel von der Stadt aufs Land bedeutet beispielsweise fast immer, dass die Versicherung nach der angepassten Zulassung günstiger wird.

Unterlagen für die Kfz-Zulassungsstelle

Damit Sie Ihr Auto ordnungsgemäß ummelden können, sind bei der Kfz-Zulassungsstelle folgende Unterlagen vorzulegen:

  • Zulassungsbescheinigung Teil 1 (ehemalig Fahrzeugbrief)
  • Zulassungsbescheinigung Teil 2 (ehemalig Fahrzeugschein)
  • Versicherungsbestätigung
  • Personalausweis
  • HU-Bericht
  • Anmeldebestätigung des Einwohnermeldeamts
  • Vollmacht des Fahrzeughalters
  • alte Kennzeichen bzw. Nummernschilder

Kosten der Auto-Ummeldung

Die Gebühren für das Ummelden des Autos sind nicht einheitlich. Welche Kosten bei der Ummeldung anfallen, hängt vom Ort der Zulassung sowie dem Zulassungsbezirk ab. Fahrzeughalter, die es genau wissen möchten, können sich im Vorfeld bei der Zulassungsstelle telefonisch erkundigen. Ebenso können Sie bei Ihrer Versicherung erfragen, ob sich die Regionalklasse und somit auch der Beitrag ändert.

Kfz-Kennzeichen im Rahmen der erneuten Zulassung mitnehmen

Bei einer Auto-Ummeldung mit gleichzeitigem Wechsel in einen anderen Zulassungsbezirk führte einst an einem neuen Kennzeichen kein Weg vorbei. Das neue Kennzeichen wurde direkt zugeteilt. Gegen Zahlung einer zusätzlichen Gebühr war es möglich, bei Zulassung oder Ummeldung ein Wunschkennzeichen zu wählen.

Seit dem 1. Januar 2015 haben Fahrzeughalter das Recht, ihr bestehendes Kfz-Kennzeichen mitzunehmen. Die Mitnahme ist freiwillig, die Zuteilung eines neuen Kennzeichens (einschließlich Wunschkennzeichen) ist weiterhin möglich.

Ummelden des Fahrzeugs nach Verkauf

Was beim Wohnungswechsel einleuchtet, wird beim Verkauf des Fahrzeugs gerne vergessen. Sobald ein Auto den Besitzer wechselt, ist das Ummelden ebenfalls ein wichtiges Thema. Insbesondere der Verkäufer sollte sich hier absichern, damit es nicht zu bösen Überraschungen kommt. Schiebt der neue Besitzer das Ummelden des Autos nämlich hinaus, haftet der Verkäufer neben dem Erwerber noch für die Zeit der laufenden Versicherungsperiode für den Versicherungsbeitrag.

Damit der Fahrzeughalter auf der sicheren Seite ist, kann er das Fahrzeug vor der Übergabe abmelden. Kommt dies nicht in Frage, sollte er im Kaufvertrag zumindest die Verpflichtung des Käufers zur Ab- oder Ummeldung des Autos schriftlich festhalten.

Der bisherige Fahrzeughalter kann das Fahrzeug nicht selbst ab- oder ummelden, weil er sich nach erfolgtem Verkauf nicht mehr im Besitz der erforderlichen Unterlagen (Zulassungsbescheinigung Teil 1 und Teil 2) befindet. Letztere werden übrigens auch für die Online-Abmeldung oder bei Erteilung einer Vollmacht durch den Käufer benötigt. Weiterhin sollte der Verkäufer seine Versicherung über den Verkauf des Autos informieren.